Drainagesteuerung zum Rückhalt von Wasser in der Fläche

In vielen landwirtschaftlichen Flächen sind Drainagerohre verbaut. Diese vorhandene Infrastruktur bietet Potenzial für den Rückhalt von Wasser in regenreichen Zeiten. Durch den Einbau einer regelbaren Blockade am Auslass lässt sich das Drainagenetz zu einem Drän-Speicher-System umwandeln. Damit kann nicht nur in feuchten Zeiten gezielt Wasser aus den Flächen abgeführt werden, sondern auch ein Rückstau zur Wasserspeicherung erfolgen: 

Die Ziele der gesteuerten Drainage sind:

  1. Rückhalt von Bodenwasser zur Überbrückung von Trockenzeiten,
  2. Verbesserung der Wachstumsbedingungen,
  3. eine an die Witterung angepasste Entwässerung der landwirtschaftlichen Flächen,
  4. kontrollierte Infiltration,
  5. Verbesserung der Wasserqualität und
  6. Hochwasserschutz durch Abflussreduktion.

Im Vergleich zur konventionellen Entwässerung ohne Steuerung lässt sich bei der gesteuerten Drainage ein an die Witterung angepasstes System herstellen. In regenreichen Zeiten mit hoher Wasserverfügbarkeit kann die Drainage zur Vermeidung von Überschwemmung geöffnet werden. Bei bevorstehender Trockenheit bietet die gesteuerte Drainage Rückhalteraum, um einen Wassermangel durch einen frühzeitigen Einstau zu überbrücken.

 

Methoden der Einstauregelung

Zum Wasserrückhalt in Drainagesystemen ist am Auslass ein Einstauregelungsorgan notwendig. Dieses kann je nach örtlichen Gegebenheiten und technischen Möglichkeiten unterschiedlich ausgeführt werden: Durch den Einbau des Regelungsschachtes mit Schiebern, einem aufgehängten Schlauch oder mit einem Schwimmer zum Öffnen den Auslasses kann die gewünschte Einstauhöhe festgelegt werden. Alternativ regelt ein einfacher Schieber am Auslassrohr den Rückstau im Netz. Dies ermöglicht jedoch keine Kontrolle über die Einstauhöhe.