Oberirdische und unterirdische Wasserspeicher

Technologien zur Wasserspeicherung spielen eine Schlüsselrolle für eine integrierte Wasserbewirtschaftung. Ziel der Wasserspeicherung ist ein reduzierter Abfluss des Niederschlags in die Vorfluter und Rückhalt in der Landschaft zur verzögerten Nutzung in Mangelsituationen.

Damit dient die Wasserspeicherung als Puffer, um nicht kontrollierbare Wasserverluste (z.B. durch Oberflächenabfluss) zu reduzieren. Des Weiteren wird durch Speicherung die Möglichkeit geboten, den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken.

Zusätzlich kann Wasserspeicherung neben der Wassersicherheit auch die landwirtschaftliche Produktivität verbessern. Die Möglichkeiten der Wasserspeicherung weisen heutzutage eine große Bandbreite auf und integrieren ober- und unterirdische Optionen. Der Wasserrückhalt kann durch verschiedene sowohl technologische als auch natürliche Managementmaßnahmen optimiert werden. Bevorzugt werden vor allem flexible und robuste Lösungen, die Synergien zu anderen Strategien nutzen.

  • Naturnahe Fließgewässer und ihre Auen leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung.
  • Revitalisierungsmaßnahmen unterstützen Erhaltung und Wiederherstellung natürlicher Retentionsflächen bzw. –räume.
  • Die Rückgewinnung von Auen und Rückhalteflächen erfordert ein flexibles Bodenmanagement.

WEITERLESEN

  • Die oberirdischen Wasserspeicher müssen an Klimawandel sowie extreme Wetterlagen gewappnet werden.
  • Niederschlagsüberschüsse können zur Überbrückung langanhaltender Trockenheit genutzt werden.
  • Künstliche Grundwasseranreicherung kann durch die Nutzung der Oberflächengewässer in Kombination mit einem Grundwasserleiter erfolgen.

WEITERLESEN

  • Natürlicher Wasserrückhalt des Bodens kann durch eine nachhaltige Landwirtschaft verbessert werden.
  • Maßnahmen zur Verbesserung des natürlichen Wasserrückhaltes erhöhen Resilienz der Landschaft gegenüber Extremwetterereignissen.
  • Aktive Steuerung der landwirtschaftlichen Entwässerungssysteme ermöglicht effiziente Management oberflächennahen Wasserspeicherung.

WEITERLESEN

  • Die natürlichen Grundwasserleiter können als Speicher genutzt werden.
  • Verluste durch Verdunstung können auf ein Minimum reduziert werden.
  • Deutlich größere Speichervolumen möglich im Vergleich zu konventionellen Speichermethoden bei geringem Platzbedarf.

WEITERLESEN

SpreeWasser:N-Lösungsvorschlag

Entscheidungshilfe mittels Gis-gestützter Tool Box zur Speicherbewirtschaftung © ZALF/R. Baatz

Für das Auffinden von Standorten sowie für die Prüfung und Bewertung deren Eignung und Verfügbarkeit wird eine Gis-gestützte Tool Box zur Speicherbewirtschaftung entwickelt. Die Tool Box wird örtlich und räumlich bezogene Grundlagendaten mit Daten der Kosten, Wirksamkeit und Effektivität einzelner Speichermethoden sowie der regulatorischen Vorgaben verknüpfen. Die Ergebnisse zu möglichen Standorten und der Effizienz der dort empfohlenen Wasserspeicherlösungen werden Nutzern, wie z. B. Wasserverbänden und –behörden, als Entscheidungshilfe zur Verfügung stehen.